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Dressur im Fahrsport

Grundlagen der Pferdeausbildung

Um Pferde/ Ponys solide auszubilden, müssen nicht nur die Reiter sondern auch die Fahrer ihre vierbeinigen Sportkollegen dressurmäßig arbeiten.

Die Dressur besitzt im Turniersport einen aussergewöhnlich hohen Stellenwert. Die Pferde sollen in allen Gangarten eine höchstmögliche Durchlässigkeit zeigen, die sich dann in der Selbsthaltung, dem Takt, der Losgelassenheit und dem Schwung zeigen, wobei die weiche, sichere Anlehnung am Gebiss jederzeit beibehalten werden soll. In den Wendungen gilt es Stellung und Biegung zu erreichen, das heisst das Pferd soll in seiner Längsachse in Richtung der Wendung gebogen sein.

Pferd und Fahrer stellen sich vor

Im Gegensatz zum Reiter, der mit seinem gesamten Körper auf das Pferd einwirken kann, stehen dem Fahrer nur Leinen (Zügel haben die Reiter) und die Peitsche zur Verfügung. Deren richtiger Gebrauch fließt ebenfalls in die Bewertung mit ein. Aber auch das exakte Fahren der Figuren ist ein wichtiges Kriterium in der Beurteilung der gefahrenen Dressuraufgabe. Die Bedeutung der Dressur läßt sich insbesondere daran ablesen, dass mit einer guten Vorstellung ein sicheres Fundament gelegt ist, in der Gesamtwertung auf einen der vorderen Ränge zu fahren.

Die Wertung der Dressur

Die Gespanne erhalten je nach gezeigter Leistung eine Wertnote zwischen 0 (schlechteste Wertnote) und 10 (beste Wertnote) für die jeweiligen Einzellektionen (die Dressuraufgaben, eingeteilt in die einzelnen Lektionen, und eine Dressurviereckabbildung finden Sie abgebildet im Turnierkatalog).

Die Summe der einzelnen Lektionen und der Noten für den Gesamteindruck ergibt die erreichte Punktzahl. Der Fahrer mit der höchsten Punktzahl gewinnt die Dressur.

Für die kombinierte Wertung werden diese Punkte nach einem bestimmten Rechenmodus umgewandelt in Strafpunkte, je niedriger die Strafpunktzahl, desto besser. Diese Strafpunkte sind schon mal die Grundlage für die kombinierte Wertung.

Begriffserklärungen:

Durchlässigkeit (nicht zu verwechseln mit Durchgegangen!): damit ist ein korrekt ausgebildetes, geschmeidig gehendes, an den Hilfen – hier unsere Fahrleinen – stehendes Pferd gemeint

Selbsthaltung: vergleichbar mit dem Geradestehen und –gehen bei Menschen, ohne dabei steif zu wirken

Takt: wie das Wort schon sagt wird erwartet, dass das Pferd „taktrein“ geht. Der Schritt ist dabei ein Viertakt, der Trab ein Zweitakt, der Galopp (wird in Fahrdressuren nicht gefahren) ist ein Dreitakt – Taktunreinheiten kann man eigentlich recht gut erkennen

Losgelassenheit: ist ein entspanntes (auch psychisch) und willig mitarbeitendes Pferd

Schwung: zeichnet sich aus durch eine kraftvoll abfußende Hinterhand; je länger die dadurch entstehende Schwebephase, umso größer der Schwung – am besten ist dies im Trab zu erkennen

Weiche, sichere Anlehnung: Verbindung von Fahrerhand zum Pferdemaul.