29.04-30.04.2017

Fahrturnier

Großes Turnier bei St. Martin Greven-Bockholt

Der Kutscher kennt den Weg...

 

Westfälische Nachrichten vom 01.05.2017

Mit dem Fahrturnier eröffnete der RV St. Martin Greven-Bockholt am Wochenende seine Open-Air-Saison. Im Gelände ging‘s durchs Wasser und vorbei an Obst und Gemüse, in der Dressur um Ästhetik. Foto: Stefan Bamberg

 

Greven - Ohne eine penible Vorab-Begutachtung geht gar nix. In allen Dingen, soll der weise Konfuzius schließlich mal bemerkt haben, hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab. Auch und gerade im Sport. Daher die energische Strecken-Besichtigung von Alexander Wiederhold, dem stürmischen Youngster. Deswegen der kritische Blick von Albert Sahle, dem alten Hasen. Der Kutscher kennt den Weg? Na ja, aktuell arbeitet er noch dran. Von Stefan Bamberg

 

Zwei Stunden später geht es für die beiden ran an den Speck: Übersicht ist gefragt im Wirrwarr der Hindernisse, Timing in den engen Kurven, blindes Verständnis mit dem Beifahrer.

 

All das beim großen Fahrturnier des Reit- und Fahrvereins St. Martin Greven-Bockholt, dem im wahrsten Sinne des Wortes abgefahrenen Event zum Start in die Open-Air-Saison der Pferdesportler. Weniger Start, eher Neustart ist das Ganze aus der Sicht des Turnier-Chefs: „Der Fahrsport drohte hier etwas einzuschlafen“, sagt Albert Sahle. Nach einjähriger Pause greift er mit seinen Helfern wieder an. Das schnelle Comeback einer Randsportart. Aber einer, die abgehen kann wie Schmitz‘ Katze: vor allem am Sonntag im Gelände. Wo es spritzt, rappelt, holpert und knarzt.

 

All das, was Dirk Wolters normalerweise am wenigsten liegt: „Das ist eigentlich nicht so meins“, meint der Mann vom RV St. Martin. Die Dressur, seine Leib- und Magendisziplin, hat er am Vortag gerockt – Platz eins. Der Lokalmatador ist super im Geschäft, als er sich als einer der ersten in die „Bockholter Heuernte“ – so heißt das erste Hindernis – stürzt. Abgeerntet in 49, 21 Sekunden – jeder Bauer wäre stolz. Doch dafür ist jetzt keine Zeit: Wolters muss Dampf machen. Mit einer forschen Fontäne durch den Wassergraben. Ruckzuck über die „Bockholter Berge“. Und zum Schluss ab auf den „Markt“, wo Biskitt, Wolters‘ vierbeiniger Sportskamerad, der Verlockung der Äpfel und Karotten widersteht und ins Ziel brettert. Das Ende einer wilden Fahrt, Silber im Gelände für den Meister des Understatements, der sich damit auch die Kombi-Wertung – also den Gesamtsieg – in der Klasse M der Einspänner schnappt. „Hätte ich nicht mit gerechnet“, staunt Wolters. „Einfach cool.“

 

Apropos cool: Fast minütlich trudeln mehr Zuschauer ein. Fahrsport, ein Familien-Ereignis. Der neutrale Beobachter entdeckt dabei mitunter Kurioses: Den einen oder anderen total aufgekratzten Jockey zum Beispiel. Oder Fans mit Western-Hüten. Sicher ist aber: Es ist mächtig Musik drin.

 

Bleibt noch die Frage, wie es den beiden Parcours-Inspektoren ergangen ist? Albert Sahle holt Rang vier bei den Zweispännern. Alexander Wiederhold, bei den Vierspännern unterwegs, avanciert fast zum zweiten Gesamt-Champion aus Reihen der Gastgeber: Rang zwei! Kein Zweifel: Der Kutscher kennt den Weg...

 

Quelle: Westfälische Nachrichten

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